Foto: Susanne Schröder
Die Senioren-Union nimmt mit großer Besorgnis zur Kenntnis, dass Deutschland im Bereich des Zivil- und Bevölkerungsschutzes gravierende Defizite aufweist. Während milliardenschwere Investitionen in die militärische Verteidigung vorgenommen werden, bleibt der Schutz der Zivilbevölkerung im Krisenfall weitgehend unberücksichtigt. Diese Vernachlässigung gefährdet nicht nur das Leben und die Gesundheit der Menschen in Deutschland – insbesondere der verletzlichen Gruppen wie Senioren, Kinder oder Kranke – sondern auch die Funktionsfähigkeit unseres Gemeinwesens in einer möglichen Not- bzw. Krisenlage.
Manfred Klein, Vorsitzender der Senioren-Union im Rheinisch-Bergischen Kreis:
„Die Realität ist ernüchternd: Es fehlt an Schutzräumen für die Bevölkerung, lebensnotwendige Vorräte z.B. an Medikamenten sind nicht vorhanden. Das Gesundheitswesen ist im Normalbetrieb überlastet – von der Krisenbewältigung ganz zu schweigen. Und wie fragil und angreifbar unsere Infrastruktur ist, zeigt sich zudem bei den aktuellen Anschlägen auf die Stromversorgung in Berlin. Hieraus müssen schnell entsprechende Lehren gezogen werden. MACHEN war das Zauberwort 2025. Jetzt muss die Politik auch Handeln. Die Menschen brauchen Zutrauen“.
Die Senioren-Union stellt beim CDU-Bundesparteitag in Stuttgart am 21./22. Februar 2026 einen Antrag zur Stärkung und zum Ausbau des Zivil- und Bevölkerungsschutzes in Deutschland
Hubert Hüppe, Bundesvorsitzender der Senioren-Union, mahnt: „Die Politik darf diese Probleme nicht unterschätzen. Wir fordern sofortiges Handeln: Nicht erst, wenn es zu spät ist“.
Die Problemliste lässt sich noch ergänzen: Es existieren kaum betriebsbereite Notunterkünfte, die Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen sind chronisch unterfinanziert und die freiwilligen Dienste werden weder ausreichend gewürdigt noch ausreichend gefördert.
Manfred Klein: „Diese Situation ist nicht akzeptabel, zumal wir uns in einem sicherheitspolitisch instabilen Umfeld befinden. Der Bevölkerungsschutz muss integraler Bestandteil der Daseinsvorsorge werden. Er ist Ausdruck der Verantwortung des Staates gegenüber seinen Bürgern – insbesondere gegenüber den besonders Schutzbedürftigen“.
Im Rahmen des monatlichen Mittwochstreffs „CaféZeit“ werden wir in Bergisch Gladbach mit den Mitgliedern das Thema weiter unter fachlicher Begleitung von Experten diskutieren und Lösungsansätze aufzeigen.

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