Foto: Felix Mayr
Der vorgestellte Jahreswirtschaftsbericht 2026 zeichnet ein realistisches Bild der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Die Bundesregierung korrigiert ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 1,0 Prozent, nachdem im Herbst noch 1,3 Prozent erwartet worden waren. Bereits 2025 verzeichnete Deutschland mit 0,2 Prozent nur ein sehr schwaches Wachstum.
Caroline Bosbach MdB begrüßt die Offenheit, mit der Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche die Lage beschreibt. „Ministerin Reiche benennt die wirtschaftliche Realität ohne Beschönigung. Diese Ehrlichkeit ist die notwendige Grundlage für glaubwürdige Wirtschaftspolitik“, so Bosbach.
Der Bericht stellt zugleich klar, dass das erwartete Wachstum 2026 maßgeblich durch staatliche Ausgaben getragen wird. Nach Angaben der Bundesregierung dürften die wirtschafts- und finanzpolitischen Maßnahmen rund zwei Drittel des Wachstums zum Bruttoinlandsprodukts beitragen. „Staatliche Impulse können Stabilität schaffen, aber sie dürfen kein Dauerzustand werden“, so Bosbach, die langjährige Vorsitzende des Jungen Wirtschaftsrats war. „Wirtschaftliche Eigenkraft ist auch eine Frage unserer Glaubwürdigkeit im internationalen Wettbewerb.“
Caroline Bosbach: „Der Jahreswirtschaftsbericht ist hier ein erneuter Handlungsauftrag. Wir sollten endlich nur noch Gesetze auf den Weg bringen, die wirtschaftliches Wachstum ermöglichen statt es zu hemmen. Auch die Zeit der Vollkasko-Mentalität muss der Vergangenheit angehören. Es braucht nun richtig mutige Strukturreformen auf allen Ebenen. Was wir nicht brauchen, sind ständig neue Vorschläge, die der marktwirtschaftlichen Ordnung konträr gegenüberstehen, sei es durch Eingriffe in die Märkte, Mindestlöhne oder starre Technologievorgaben.“

Empfehlen Sie uns!