Caroline Bosbach MdB warnt vor Belastungen für den Mittelstand

13.01.2026
Abgeordnete

„Die Vorschläge sind ein wirtschaftspolitischer Brandanschlag auf Familienunternehmen"

Die direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Rheinisch-Bergischen Kreis und stellvertretende Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand (PKM) der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Caroline Bosbach MdB, hat die Pläne der SPD zur Reform der Erbschaftsteuer scharf kritisiert und vor negativen Folgen für Familienunternehmen und Arbeitsplätze gewarnt.

„Die Vorschläge sind ein wirtschaftspolitischer Brandanschlag auf Familienunternehmen“, erklärte Bosbach. Sie verwies darauf, dass neben dem wirtschaftspolitischen Flügel der Union auch zahlreiche Wirtschaftsverbände die Pläne als falsches Signal zur falschen Zeit bewerten. „Das gilt umso mehr vor dem Hintergrund der ohnehin schon herausfordernden Zusammenarbeit innerhalb der Koalition. Wer jetzt zündelt, darf sich über verbrannte Erde nicht wundern“, warnte Bosbach.

Das Konzept sieht zwar einen Unternehmensfreibetrag von fünf Millionen Euro vor, gleichzeitig sollen Unternehmensvermögen oberhalb dieser Schwelle jedoch stärker besteuert werden. Gerade für familiengeführte Betriebe sei diese Konstruktion problematisch.

„Familienunternehmen lassen sich nicht in starre Freibetragsgrenzen pressen. Ihr Vermögen steckt nicht auf Konten, sondern im Betrieb – in Maschinen, Investitionen und Arbeitsplätzen. Wird diese Substanz belastet, fehlt Kapital für Wachstum, Innovation und Beschäftigung“, so Bosbach.

Bosbach kritisierte zudem die Annahme, Steuerstundungen könnten die Belastung auffangen. „Stundung schafft keine Liquidität und ersetzt keine Planungssicherheit. Diese Vorschläge gehen an der Realität vieler Betriebe vorbei“, sagte sie. „Was Unternehmerinnen und Unternehmer jetzt brauchen, sind Verlässlichkeit, Planungssicherheit und Entlastung und nicht neue Unsicherheiten und realitätsferne Vorschläge.“

Caroline Bosbach kündigte an, sich gemeinsam mit dem wirtschaftspolitischen Flügel der Union weiterhin entschieden gegen Steuererhöhungen für Unternehmen einzusetzen. „Unser Ziel bleibt klar: den Mittelstand stärken, nicht belasten. Denn ein starker Mittelstand ist die Grundlage für ein starkes Deutschland.“