Foto: Stadt Wermelskirchen
Die Kreistagsfraktionen von CDU und SPD haben sich in einer Sondersitzung des Kreisausschusses gemeinsam dafür ausgesprochen, die Krankenhaus Wermelskirchen GmbH bis einschließlich 2028 mit einem auf maximal eine Million Euro pro Jahr begrenzten Verlustausgleich zu unterstützen. Die entsprechende Verwaltungsvorlage – ergänzt um einen Abschnitt zum engen Monitoring der Maßnahme – bekam in dem Gremium die Unterstützung der Fraktionen CDU, SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP und LINKE. Auch die Gruppen von VOLT und VWG, die im Kreisausschuss nicht stimmberechtigt sind, haben sich im Vorfeld für diesen Vorschlag ausgesprochen.
Gleichzeitig wird die Beteiligung des Rheinisch-Bergischen Kreises von einem Drittel an der Krankenhaus-Gesellschaft zum 31. Dezember 2028 beendet.
„Mit dieser Entscheidung schaffen wir eine verlässliche Perspektive für den Krankenhausstandort, seine Beschäftigten sowie die Patientinnen und Patienten. Zugleich setzen wir einen klaren finanziellen Rahmen und sorgen für Planungssicherheit – sowohl für das Krankenhaus als auch für den Kreishaushalt“, so Christopher Schiefer, stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU.
„Das Krankenhaus braucht jetzt Zeit, um den begonnenen Sanierungsprozess erfolgreich fortzuführen. Diese Zeit geben wir. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für die finanzielle Leistungsfähigkeit des Kreises“, ergänzt Gerhard Zorn, Fraktionsvorsitzender der SPD.
„Unser Beschluss bringt beide Ziele in einen verantwortungsvollen Ausgleich und zeigt deutlich die Solidarität des Kreises mit der Stadt Wermelskirchen. Dafür sind wir sehr dankbar – gerade auch den anderen sieben Kommunen, die die Zahlungen des Kreises über die Kreisumlage finanzieren müssen“, erklären ergänzend die Wermelskirchener Kreistagsmitglieder Thorsten Schmalt (CDU) und Heike Lehmann (SPD).
Für beide Fraktionen steht fest, dass eine wohnortnahe medizinische Versorgung im nördlichen Kreisgebiet auch künftig eine hohe Bedeutung hat. Die kommenden Jahre sollen genutzt werden, um den eingeschlagenen Sanierungsweg konsequent fortzusetzen und tragfähige Zukunftsperspektiven für den Standort zu entwickeln.
CDU und SPD begrüßen ausdrücklich, dass weiterhin Gespräche über mögliche Kooperationen und neue Partner geführt werden. Die jetzt beschlossene Unterstützung schafft den notwendigen zeitlichen Rahmen, um diese Chancen sorgfältig zu prüfen und umzusetzen. Es ist eine verantwortungsvolle Entscheidung für eine sichere Gesundheitsversorgung und solide Finanzen

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