FU: Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit

20.04.2026
Vereinigungen

Veranstaltung der Kreis-Frauen Union mit Dunja Storp, Expertin aus Kriminalistik und Polizeiwissenschaft

Sicherheit ist keine Selbstverständlichkeit. Politik hat die Verantwortung zu schützen – bevor etwas passiert. Gute Politik handelt vorausschauend: Sie erkennt Risiken, nimmt Sorgen ernst und schafft Lösungen, bevor aus Angst reale Gefahr wird.

Wir haben in Rösrath festgestellt: Es gibt dunkle Stellen – und es gibt Menschen, die sich fürchten. Beides darf in unserer Stadt weder Realität sein noch bleiben.

Auf Einladung der Frauen Union kam Dunja Storp, Expertin aus Kriminalistik und Polizeiwissenschaft, zu uns und machte deutlich: Fehlende Beleuchtung, unübersichtliche Wege und schlecht gestaltete Plätze schaffen nicht nur ein Unsicherheitsgefühl, sondern erhöhen ganz konkret das Risiko für Unfälle und Übergriffe. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen und Frauen.

Mit der Aktion „Bring Licht in die Dunkelheit“ hat die Frauen Union im Winter genau hier angesetzt. Ziel war es, Angsträume sichtbar zu machen und konkrete Verbesserungen anzustoßen. Doch klar ist auch: Einzelaktionen reichen nicht aus – es braucht ein strukturelles Umdenken.

Denn Angsträume entstehen nicht zufällig. Sie sind das Ergebnis von Planung, die an den Menschen vorbeigeht. Obwohl Fördermittel vorhanden sind, werden öffentliche Räume noch zu oft ohne die Perspektive derjenigen gestaltet, die sie täglich nutzen – und die sich dort am unsichersten fühlen.

FU mit Dunja Storp

Unser Anspruch ist es, diese Probleme nicht nur zu benennen, sondern sie konsequent in politisches Handeln zu übersetzen. Es reicht nicht, über die Köpfe der Menschen hinweg zu entscheiden. Sicherheit im öffentlichen Raum ist eine Frage politischer Priorität. Wer Angsträume duldet, nimmt Unsicherheit in Kauf. Wer sie beseitigen will, muss handeln – frühzeitig, entschlossen und gemeinsam mit den Menschen vor Ort.

Ein konkreter Ansatz ist die Gestaltung des neuen Mehrgenerationenparks in Rösrath. Dieser darf kein dunkler, unübersichtlicher Raum werden, sondern muss ein sicherer Ort für alle Generationen sein. Genau deshalb werden wir uns auch in diesem Planungsprozess dafür einsetzen, dass die Sicherheit der Menschen von Anfang an mitgedacht und konsequent berücksichtigt wird. Eine Stadt, in der Menschen Angst haben, ist zu teuer bezahlt. Sicherheit müssen wir uns leisten – alles andere können wir uns nicht leisten.